+49 (0)89 / 67 97 10 10

Pressemitteilungen

23.11.2018 | LichtBlick Seniorenhilfe e.V. jetzt auch in Deggendorf

LichtBlick Seniorenhilfe e.V. jetzt auch in Deggendorf

Verein bietet bedürftigen Senioren in Niederbayern eine Anlaufstelle

Deggendorf, 23. November 2018. Nirgendwo in Bayern ist die Altersrente so niedrig wie in Niederbayern. Immer mehr Senioren kommen mit ihrer kleinen Rente nicht über die Runden. In finanziellen Notsituationen hilft der Verein LichtBlick Seniorenhilfe e. V. den Betroffenen schnell, unbürokratisch − und jetzt auch ganz persönlich in Deggendorf.

Seit 2003 kämpft der Verein mit Hauptsitz in München dafür, Altersarmen ein Leben in Würde und auch gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Wer nachweisbar bedürftig ist und dringend eine neue Matratze, Winterstiefel oder eine Waschmaschine braucht, kann eine finanzielle Soforthilfe bekommen. Darüber hinaus vergibt LichtBlick auch monatliche Patenschaften von 35 Euro an arme Rentner, damit sie sich auch mal einen kleinen Wunsch selbst erfüllen können.

Gabriele Bergmann ist seit mehr als zwei Jahren für LichtBlick in Niederbayern unterwegs und hat in dieser Zeit die Grundlage für die Vereinsarbeit in der Region gelegt. In der Pfleggasse 27 in Deggendorf ist sie zusammen mit ihrem Team − Hermine Ernst, Claudia Prasser und Franz Klingerbeck − Ansprechpartner für bedürftige Rentner. Von Montag bis Mittwoch, jeweils von 9−13 Uhr kümmern sich die LichtBlick-Mitarbeiter um die Sorgen und Nöte der Senioren. „Die Basis unserer Arbeit ist Vertrauen“, so Gabriele Bergmann, „gerade in ländlichen Regionen ist die Schamgrenze der Bedürftigen hoch.“ Die Ansprechpartner aus der Heimatregion sollen die Hemmschwelle bei den Senioren senken. Der neue LichtBlick-Standort in Deggendorf wird zudem den Kontakt zu Nachbargemeinden und -landkreisen vertiefen. Die Abstimmung und Zusammenarbeit mit den zuständigen Mitarbeitern in Kommunen und Landratsämtern wird ausgebaut und bestehende Kooperationen gestärkt. In den letzten drei Jahren konnte Lichtblick über diesen Weg Weihnachtszuwendungen in Höhe von über 400.000 Euro an bedürftige Rentner ausgeben. Ein erstes Projekt ist bereits auf den Weg gebracht: Viele Senioren leiden daran, dass sie nirgendwo hinkommen. Deshalb unterstützt LichtBlick das Projekt ‚Mobiles Salzweg‘, den kostenlosen Fahrdienst der Gemeinde Salzweg im Landkreis Passau. Landrat Franz Meyer, Passau, würdigte das Engagement bereits: „Selten habe ich ein so beeindruckendes Zeugnis für soziales Engagement kennengelernt, wie beim Verein LichtBlick Seniorenhilfe.“

Lydia Staltner, Initiatorin und 1. Vorstand des Vereins, ist eine stärkere Präsenz des Vereins in Niederbayern ein Herzensanliegen: „Wir möchten allen alten Menschen ein Leben lang eine Stütze sein, ihre materielle Not lindern und sie vor Vereinsamung beschützen. Von Deggendorf aus wollen wir in der Region mit Unterstützern und Spendern ein Netzwerk gegen Altersarmut aufbauen. Wir brauchen dabei auch Ihre Unterstützung! Helfen Sie uns helfen!“ Der Verein hat ein Spendenkonto für Niederbayern eröffnet, über welches die Spenden zu 100 Prozent Senioren und Projekten in Niederbayern zu Gute kommen.

 

Zum Pressebericht

Material im Anhang:
Foto Team Deggendorf (v.l. stehend): Gabriele Bergmann, Hermine Ernst, Claudia Prasser, Franz Klingerbeck / Copyright: LichtBlick Seniorenhilfe e. V.
Porträtfoto Lydia Staltner / Copyright: LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

15.01.2018 | Vereinsvorsitzende von LichtBlick Seniorenhilfe e.V. kritisiert die Rentenpläne der GroKo als völlig unzureichend

Vereinsvorsitzende von LichtBlick Seniorenhilfe e.V. kritisiert die Rentenpläne der GroKo als völlig unzureichend

Einführung einer Grundrente, Anhebung der Mütterrente – die ausgehandelten Maßnahmen der Sondierungsgruppen von Union und SPD nennt die LichtBlick-Vereinsgründerin Lydia Staltner generell sinnvoll, für ein würdiges Leben bedürftiger Rentner und Rentnerinnen reichten die Pläne der Parteien aber bei weitem nicht aus.

München, 15. Januar 2018. Tief enttäuscht reagiert der Verein LichtBlick Seniorenhilfe e.V. auf die Rentenpläne der Sondierungsgruppen von Union und SPD. Zwar sei die Einführung einer Grundrente für Menschen, die lange gearbeitet haben, generell sinnvoll, betont die Vereinsvorsitzende Lydia Staltner, „doch reicht der Betrag von monatlich zirka 880 Euro, der je nach Region gezahlt werden soll, beileibe nicht aus, um diesen bedürftigen Rentnerinnen und Rentnern ein würdiges Leben im Alter zu sichern.“ Wer etwa die Teuerungsraten in Metropolen wie München, Hamburg, Berlin, Köln oder Düsseldorf kenne, „weiß, dass die Seniorinnen und Senioren, die einen Anspruch auf die Grundrente haben, mit dieser Summe nicht über die Runden kommen werden.“

Zu den mehr als 10.000 bedürftigen Rentnerinnen und Rentnern, die LichtBlick Seniorenhilfe e.V. bundesweit unterstützt, zählen viele alte Menschen, die mit gut 800 Euro Renteneinkünften knapp über dem derzeitigen Grundsicherungssatz liegen und insofern keine staatlichen Zuschüsse bekommen: „Die Betroffenen können sich oft weder neue Kleidung oder Schuhe im Winter leisten“, moniert die Vereinsvorsitzende, „noch dringend benötigte Hörgeräte oder Medikamente, weil sie die Zuzahlung nicht aufbringen können.“ Für neue Brillen fehle das Geld. Lebensmitteln würden meist am Monatsende knapp, weil die Betroffenen im Gegensatz zu Grundsicherungsempfängern keinen Berechtigungsschein für die Tafel erhielten, führt Staltner aus. „Zumal die stetig steigenden Energiekosten viele notleidende RuheständlerInnen regelrecht verzweifeln lassen. Wenn LichtBlick Seniorenhilfe e.V. nicht wäre, müssten viele dieser alten Menschen hungern oder frieren“, lautet ihr Fazit.

Deshalb fordert die Vereinsgründerin eine Grundrente, die den tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen Rechnung trägt. „Eine Mindesthöhe von 1000 bis 1200 Euro wäre sinnvoll – je nach Region könne der Satz ein wenig drüber und drunter liegen“, konstatiert Lydia Staltner. Auch sollte die Öffentliche Hand alle zwei Jahre die Grundrente auf die gestiegenen Preise in den Städten und Gemeinden anpassen. Zudem sei es sinnvoll die Mütterrente nicht mehr auf die Grundsicherung bedürftiger Seniorinnen anzurechnen. „Denn dann hilft die Mütterrente nicht jenen, die sie nötig haben: und zwar armen, alten Frauen“, erklärt die LichtBlick-Vorsitzende. Gerade aber alleinerziehende Mütter seien durch Altersarmut bedroht. 80 Prozent der LichtBlick-RentnerInnen sind Frauen.

Bereits heute droht jedem siebten Neurentner ein Leben am Existenzminimum. Im Jahr 2036, so eine Bertelsmann–Studie, wird es jeder fünfte sein. Auch steigt die Rate der Grundsicherungsempfänger im Alter von heute 5,4 auf 7 Prozent. „Deshalb fordern wir, prekäre Arbeitsverhältnisse einzudämmen“, mahnt die Vereinsvorsitzende. „Ein Mindestlohn von 8,84 Euro führt direkt in die Altersarmut.“

Zum Pressebericht

26.06.2017 | Stellungnahme zur Studie „Entwicklung der Altersarmut bis 2036

Stellungnahme zur Studie „Entwicklung der Altersarmut bis 2036 – Trends, Risikogruppen und Politikszenarien“ der Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Von Lydia Staltner, Gründerin und 1. Vorstand LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

München, 26. Juni 2017.

Jeder fünfte 67-Jährige wird 2036 von Altersarmut bedroht sein. Die aktuelle Studie der Wirtschaftsforschungsinstitute DIW und ZEW im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigt mit Prognosen wie dieser, wie drastisch sich Altersarmut bereits in naher Zukunft entwickeln wird.

Bereits heute ist klar: Die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter erhalten, hat sich seit 2003 verdoppelt – auf heute über 500.000 Grundsicherungsempfänger. Laut der Studie gibt es allerdings eine große Dunkelziffer: Viele Rentner, denen Grundsicherung zustehen würde, nehmen aus Scham keine finanzielle Unterstützung durch das Sozialamt in Anspruch. Dieser Entwicklung wirkt LichtBlick Seniorenhilfe e.V. bereits seit 14 Jahren entgegen. Als erster Verein seiner Art in Deutschland setzt er sich für Senioren ein, deren Mittel für ein Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe nicht ausreichen.

„Seit unserer Gründung helfen wir dauerhaft mehr als 8.100 Seniorinnen und Senioren schnell und unbürokratisch – mit regelmäßigen Geldbeträgen in Form von Patenschaften oder finanzieller Soforthilfe. Hand in Hand mit unseren Spendern und Partnern sorgen wir beispielsweise dafür, dass sich Betroffene in ganz Deutschland endlich ein neues Paar Schuhe, eine neue Matratze oder überlebenswichtige Medikamente leisten können. Dinge also, die für fast alle von uns selbstverständlich sind − und für jeden alten Menschen selbstverständlich sein sollten“, sagt Lydia Staltner mit Blick auf die aktuelle Studie.

Hans-Joachim Aurin (78) aus München wird seit zwölf Jahren vom Verein LichtBlick Seniorenhilfe unterstützt. Der gelernte Hotelkaufmann bekommt gerade einmal 499,76 Euro im Monat, plus 180 Euro Grundsicherung. Davon muss er nicht nur Miete, Strom, Telefon und Krankenversicherung bezahlen, sondern auch noch etwa 150 Euro für Diabetes- und Prostata-Medikamente. Zum Leben bleibt am Ende nicht mehr viel. LichtBlick unterstützt Aurin mit Zuschüssen für seine Medikamente. 2010 sorgte der Verein zudem dafür, dass er nach seinem ersten Schlaganfall einen Hausnotruf bekam. „Der hat mir schon mehr als einmal das Leben gerettet“, sagt Hans-Joachim Aurin.

Bis heute ist Altersarmut in Deutschland ein Tabuthema geblieben. Auch die Studie belegt: Immer mehr Menschen benötigen künftig Unterstützung für Selbstverständlichkeiten. Das Armutsrisiko für Neurent ner steigt bis 2036 von derzeit bundesweit 16,2 Prozent auf 20,2 Prozent. Somit muss auch LichtBlick wachsen. „Wir wollen nachhaltig etwas in unserem Land verändern. Deshalb werden wir weiter persönliche Einzelfallhilfe leisten − und künftig auch Diskussionen anstoßen, die Entwicklungen zu Lasten alter Menschen entgegenwirken. Altersarmut ist kein privates oder persönliches Problem. Altersarmut ist ein strukturelles Problem. Dem muss sich die Politik stellen und innerhalb der Gesellschaft eine höhere Akzeptanz schaffen“, so Staltner.

Gerne vermitteln wir Ihnen Interviews mit Lydia Staltner und Betroffenen.

 


Download


Download

Zum Pressebericht

Material im Anhang:
Porträtfoto Lydia Staltner / Copyright: LichtBlick Seniorenhilfe e. V.
Foto Hans-Joachim Aurin / Copyright: LichtBlick Seniorenhilfe e. V.
Logo LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

22.06.2017 | OB Markus Lewe unterstützt LichtBlick Seniorenhilfe e. V. in Münster

OB Markus Lewe unterstützt LichtBlick Seniorenhilfe e. V. in Münster

Verein stellt sich am kommenden Samstag, 24. Juni, auf dem Prinzipalmarkt vor.

Münster, 21. Juni 2017.

Ein Leben lang gearbeitet und dennoch reicht die Rente nicht für das Nötigste. Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Altersarmut. Auch in Münster und Umgebung wächst die Zahl der Betroffenen. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe will mit dazu beitragen, dass Altersarmut kein Tabuthema bleibt. Deshalb unterstützt Lewe LichtBlick Seniorenhilfe e. V. Der bundesweit tätige Verein, der eine eigene Anlaufstelle in Münster unter- hält, hilft alten Menschen, deren Rente für ein Leben in Würde und gesellschaftlicher Teilhabe nicht ausreicht, sowohl mit finanziellen Soforthilfen als auch mit langfristigen Partnerschaften. So hat LichtBlick Münster seit seiner Gründung im August vergangenen Jahres bereits mehr als 120 Senioren in Nordrhein-Westfalen Lichtblicke geschenkt, finanziert ausschließlich aus Spenden. „Das großartige Engagement von LichtBlick verbessert die Situation bedürftiger Rentner in Münster und Umgebung“, urteilt OB Markus Lewe. „Deshalb lade ich jeden herzlich ein, die Arbeit des Vereins zu unterstützen.“

Am kommenden Samstag, 24. Juni, stellt sich das LichtBlick-Team Münster von 9.00 bis 15.00 Uhr mit einem eigenen Stand auf dem Prinzipalmarkt direkt am Bankhaus Lampe vor. Gisela Winkler und Andrea Moraldo berichten über die Arbeit des Vereins und die Situation in der Region Münster. Und sie berichten von berührenden Begegnungen. „Die Menschen, mit denen wir täglich zu tun haben, sind unglaublich erstaunt und dankbar, wenn sie erfahren, dass andere gerne Geld geben, um ihnen zu helfen“, erzählt Gisela Winkler. „Oft fließen Tränen der Erleichterung.“ Diese Erleichterung haben auch Christel und Ernst Salmen aus Münster-Mecklenbeck erlebt. Seit vergangenem November erhält das Ehepaar monatlich zusammen 70 Euro durch eine LichtBlick-Patenschaft. Für die meisten Deutschen ein kleiner Betrag − für die Salmens eine große Hilfe. „Seit wir von LichtBlick unterstützt werden“, sagt Christel Salmen, „können wir endlich wieder aufatmen.“

Es sind Geschichten wie diese, die den Oberbürgermeister dazu bringen, seiner ideellen Unterstützung auch klare Taten folgen zu lassen. Deshalb wird er nach der Einweihung des neuen Bahnhofs, gegen 14.15 Uhr, auch persönlich am LichtBlick Stand auf dem Prinzipalmarkt vorbeischauen und sich vor Ort über die Herausforderungen im Kampf gegen Altersarmut informieren.

 


Download

Download

Zum Pressebericht

Material im Anhang:
Foto Team Münster: Gisela Winkler (l.) und Andrea Moraldo, Copyright: Tatjana Jentsch
Foto Christel und Ernst Salmen, Copyright: LichtBlick Seniorenhilfe e. V.
Logo LichtBlick Seniorenhilfe e. V.

Pressekontakt

Judith Fahrentholz

Telefon: +49 (0)89 / 67 97 10 114
Fax: +49 (0)89 / 67 97 10 129

E-Mail: presse@seniorenhilfe-lichtblick.de

Über LichtBlick Seniorenhilfe e.V.

Als erster Verein seiner Art in Deutschland setzt sich LichtBlick Seniorenhilfe e. V. seit 2003 für Senioren ein, deren Rente für ein Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe nicht ausreichen. LichtBlick finanziert seine Arbeit ausschließlich aus Spenden. So konnte der Verein allein in den vergangenen drei Jahren deutschlandweit rund 14.000 Rentner unterstützen. Zu den Botschaftern des Vereins zählen Persönlichkeiten wie Jahrhundert-Koch Eckart Witzigmann, der Mediziner und Autor Professor Dietrich Grönemeyer und das Gesangsduo Marianne und Michael.

Antrag auf Unterstützung

Ganz persönlich helfen wir Senioren, deren Mittel für ein Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe nicht ausreichen. LichtBlick hat dafür unterschiedliche Projekte entwickelt.

 

Antrag ausfüllen >>>