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Zu ihrer Hochzeit wollten Barbara und Klaus Wallner keine Geschenke – sondern Spenden.

Knapp 10 000 Euro kamen so für den Verein LichtBlick Seniorenhilfe zusammen. Unsere Spender-Geschichte.

Was für ein romantischer Antrag: im Urlaub, auf Mallorca, ein lauer Abend mit Freunden, er kniet vor ihr nieder, in der Hand einen Verlobungsring. „Ich habe gleich Ja gesagt“, erzählt Barbara Wallner. „Und dann hab‘ ich geheult, aus Freude, natürlich.“ Denn mit einem Antrag hatte sie gar nicht mehr gerechnet: Beide sind über 50, sie hat einen Sohn, er zwei, beide hatten schon zuvor lange Beziehungen, er war sogar schon zweimal verheiratet.

Dieses Mal, so sagte sich Klaus Wallner, müsse er also ganz sicher sein, um noch einmal eine Ehe zu wagen.

Doch die zehn gemeinsamen Jahre haben ihn überzeugt. Kennengelernt haben sich die beiden in der Arbeit, er war der Chef, sie die Assistentin, und nach einiger Zeit wurde ihnen klar, dass sie zusammengehören – privat. Es folgte eine Beziehung „mit Höhen und Tiefen“, erzählt Barbara Wallner, „aber nicht zwischen uns, sondern im Leben“. Sie litt zwischendurch unter einer schweren Krankheit, aber zusammen standen sie das durch.

Nun ist sie wieder gesund – und glücklich. Auch wegen der wunderbaren Hochzeit im Dezember, mit 50 Freunden und Familienmitgliedern, es wurde gelacht, gefeiert, getanzt – ein perfekter Abend. Der auch bedürftigen Menschen zugutekommen sollte.

In Liebe: Barbara und Klaus Wallner bei ihrer Hochzeit.
„Wir haben ja alles, wir brauchten keine Geschenke“, erzählt Barbara Wallner, da war sich das Paar sofort einig; die Hochzeitsgeschenke sollten gespendet werden. Schon lange sind die Wallners in der Kinderhilfe engagiert, dann aber sahen sie einen Fernsehbericht über den Verein LichtBlick Seniorenhilfe. „Uns hat sofort beeindruckt, wie schon ein kleiner Betrag so viel Gutes bewirken kann“, erzählt Wallner. Schlussendlich kamen 9950 Euro an Spenden bei der Hochzeit zusammen – „das ist doch eine g‘scheide Summe!“

Doch dem nicht genug, die Frau aus Baldham nahe München spendet nun auch ihre Zeit. Sie hat sich jetzt, in der Corona-Krise, als Einkaufshelferin für Senioren gemeldet, erzählt sie: „Es ist eben wirklich schön und sinnvoll, auch den älteren Leuten zu helfen.“

Nina Praun

Fotos: Privat

Archiv

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