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Wie schon in den vergangenen Jahren, so hat auch heuer wieder in der Adventszeit der Schwarzacher Obst- und Gartenbauverein all jener gedacht, die nicht gerade von der Sonnenseite verwöhnt werden. Mit einer Spende wurde heuer die „Seniorenhilfe Lichtblick“ in Deggendorf bedacht und im Rahmen einer kleinen Schecküberbergabe den Verantwortlichen zugeführt.

Die gespendeten Gelder stammen aus dem Unkostenbeitrag für die Nutzung der vereinseigenen Obstpressanlage die vom ehrenamtlich tätigen Obstpressteam der Schwarzacher Gartler an zahlreichen Wochenenden betrieben wurde. So konnte wiederum ein Überschuss erwirtschaftet werden, der nunmehr sehr sinnvoll für soziale Zwecke verwendet wird.

Gerade in diesem Jahr, wo von der gesamten Weltbevölkerung viele, teils sehr weitgreifende Einschränkungen abverlangt werden, um die ständige zunehmende Zahl an Corona-Erkrankten einigermaßen in den Griff zu bekommen und unser Krankheitssystem nicht zu überfordern, sieht es der Schwarzacher Obst- und Gartenbauverein es als eine Verpflichtung an, diejenigen Personen mit einer kleinen Spende zu unterstützen, die von Altersarmut gekennzeichnet sind und fast keine finanziellen Möglichkeiten haben, ihr Alter einigermaßen würdig zu gestalten.

Das Bild zeigt (v. l. n. r.) Angelika Färber von der Seniorenhilfe, Tanja Holmer, Ronny Graßl (2. Vorsitzender) und Monika Edenhofer, die erste Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Schwarzach bei der Sckeckübergabe am Marktplatz (Foto wr)

„LichtBlick Seniorenhilfe“ ist ein gemeinnütziger Verein und unterstützt die Rentnerinnen und Rentner in der Altersarmut, also Personen, die mindestens 60 Jahre alt sind, eine deutsche Rente, aufstockende Grundsicherung oder Wohngeld beziehen. Allein in Niederbayern werden vom Büro aus in Deggendorf rund 800 Personen unterstützt. Nirgendwo in Bayern ist die Altersrente so niedrig wie in Niederbayern. Es sind nicht nur Schuhe und Kleidung, es ist nicht nur eine neue Brille, die Medikamentenzuzahlung oder auch Brennholz, die sich viele betagte Bürger in Niederbayern nicht leisten können. Oftmals fehlt es sogar am Notwendigsten, den Lebensmitteln. In unserem reichen Land, so Angelika Färber von der Seniorenhilfe müssen sich die Seniorinnen und Senioren selbst lebenswichtige Güter buchstäblich vom Mund absparen.

Wenn die Rentner erst einmals einen Antrag auf Hilfe gestellt haben, erfolgt die Unterstützung schnell und unbürokratisch. Mit abwechslungsreichen Veranstaltungen und Tagesausflügen, wird den Rentnern dseweitren die Chance geboten, ihrer Isolation etwas zu entkommen und mit anderen Menschen besondere Erlebnisse zu teilen.

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