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Foto: © Karin Weber

Ingrid F.s azurblaue Augen strahlen als sie vom letzten LichtBlick-Ausflug berichtet: „Neun Kilometer sind wir gewandert – von Starnberg nach Aufkirchen und im Gasthaus ‚Zur Post’ gab es noch eine Stärkung.“ Die 71-Jährige nimmt regelmäßig die kostenlosen Veranstaltungsangebote von LichtBlick Seniorenhilfe war. Sie ist fit für ihr Alter – die finanziellen Mittel fehlen ihr jedoch. Mit ihrer kleinen Rente sind Aktivitäten und Restaurantbesuche einfach nicht drin.

Eine fleißige Frau – trotz Handicap

Blickt Ingrid F. auf ihr Berufsleben zurück, verlief es anders als sie es sich gewünscht hat. „Ich wollte so gerne im Büro arbeiten, an der Schreibmaschine war ich nämlich fit“, doch ihre angeborene Schwerhörigkeit erlaubte dies nicht. Der jungen Ingrid wurde nahegelegt in die Lehre zur Hauswirtschafterin zu gehen. Als das Angebot kam in einem Hotel in Österreich als Zimmermädchen zu arbeiten nahm sie es an: 10 Jahre vergingen, doch einbezahlen konnte sie nichts. Zurück in Deutschland arbeitete F. jede freie Minute als Reinigungskraft, Küchenhilfe und in einer Wäscherei. Ihre drei Töchter zog sie alleine groß als ihr erster Mann nach sechs Jahren Ehe an Leukämie starb.

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Mütterrente vom Grundsicherungsamt sofort einkassiert

„Ich bin froh, dass ich heute im Alter Grundsicherung bekomme, aber es ist unfair, dass mir die Mütterrente abgezogen wird.“ Das Geld könnte sie dringend gebrauchen: „Gerade einmal 280 Euro bleiben mir im Monat zum Leben.“ Als ihr vor drei Jahren die alte Wohnung in München wegen Eigenbedarfs gekündigt wurde mussten neuen Möbel her. Doch wie bezahlen? „Eine Bekannte machte mich damals auf LichtBlick aufmerksam. Der Verein hat mir Geld für einen neuen Schrank und ein Sofa gestiftet. Ich war so glücklich!“, sagt die Seniorin.

„Ich bin froh, dass ich heute im Alter Grundsicherung bekomme, aber es ist unfair, dass mir die Mütterrente abgezogen wird.“

Ingrid F.

„Bei LichtBlick bist du nicht mehr allein!“

In ihrer neuen Wohnung fühlt sich Ingrid F. wohl und pflegt den Kontakt zu den Nachbarn. Als sie mitbekommt, dass ihre Nachbarin – ebenfalls Rentnerin und Grundsicherungsempfängerin – von finanziellen Sorgen und Nöten geplagt ist, war ihr klar, was zu tun ist: „Ich habe ihr gesagt: ‚Geh’ doch mal zu LichtBlick! Das ist eine tolle Einrichtung. Da wird dir geholfen, du musst nicht betteln und einsam bist du auch nicht mehr.’“ Ingrid F. hat ihr geholfen das Antragsformular auszufüllen – für einen dringend benötigten neuen Herd und für den nächsten Ausflug mit der Wandergruppe.

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