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Sie haben eines gemeinsam: eine schmale Rente und Grundsicherung im Alter. Dagmar Neiser, 68, und Peter Becker, 84, werden vom Verein LichtBlick Seniorenhilfe unterstützt. 

Dagmar Neiser musste viel einstecken im Leben. Ein Hirntumor, Gott sei Dank ein gutartiger, riss sie aus dem Alltag – nach einer OP war ihr Sichtfeld eingeschränkt, sie durfte nicht mehr Auto fahren, noch nicht mal aufs Rad steigen. Irgendwann bekam sie Pflegestufe zwei und wurde zur Frührentnerin. Da war sie knapp 60. „Meine Arbeit als Verwaltungsangestellte hat mir sehr gefehlt. Ich habe sie geliebt“, erzählt sie heute, mit 68. Aber noch schlimmer war: Weil sie nur 39 Jahre gearbeitet hatte, bekam sie eine geringere Rente und ist auf Grundsicherung angewiesen.

An ihr neues Leben, in dem sie jeden Cent zweimal umdrehen muss, musste sie sich erst einmal gewöhnen: „Es war furchtbar“, gesteht sie. Unterstützung bekam Dagmar Neiser in dieser schweren Zeit von ihrem guten Freund Peter Becker, 84. Beide verbindet eine lange Freundschaft. Seit dem Tod von Peter Beckers Lebensgefährtin 2008 sehen sich die zwei täglich. Genau wie Dagmar Neiser ist auch er auf Grundsicherung angewiesen. „Wir haben beide keine Jobs gehabt, in denen man das große Geld verdient hat“, sagt Dagmar Neiser. Seit mehr als sieben Jahren gehen sie gemeinsam einkaufen, kochen und essen zusammen – und tauschen Tipps aus, wie man trotz kleiner Rente über die Runden kommt.

 

Über Dagmar Neiser ist Peter Becker auch zu einer Unterstützung durch LichtBlick Seniorenhilfe gekommen. „Am Anfang hat er sich so geschämt“, erzählt sie. Aber: „Ich habe ihm gesagt, dass wir nichts für unsere Notlage können.“

Inzwischen bekommen beide eine monatliche Patenschaft von jeweils 35 Euro. „Das hört sich für einige nicht nach viel an“, sagt Dagmar Neiser. Aber für sie und ihren Freund ist das ein Vermögen!

Und wenn es den beiden mal schlechter geht, denken sie an den Spruch des US-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Und schon geht es wieder aufwärts.

Emily Wilke

In Freundschaft: Dagmar Neiser und Peter Becker vor einem Theaterbesuch, organisiert von LichtBlick (vor der Corona-Krise).
Fotos: LichtBlick Seniorenhilfe e. V./Steffen Horak

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