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Viele Minijobber mit gleichzeitiger sozialversicherungspflichtiger Hauptbeschäftigung riskieren ihren Anspruch auf Grundrente, wenn sie für ihren Minijob eigene Rentenbeiträge zahlen. Darauf weist der Bundesverband der Rentenberater hin. Dasselbe gilt auch Menschen, die neben der Kindererziehung oder der Pflege eines Angehörigen einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Das Gesetz zur Einführung der Grundrente sieht vor, dass rentenversicherungspflichtige Zeiträume mit mehr als 40 % und weniger als 80 % des Durchschnittseinkommens nicht zu den Anspruchszeiten auf Grundrente zählen. Wer also über eine längere Spanne hinweg durch eigene Rentenbeiträge für den Minijob in genau diese Einkommensspanne gerät, kann in vielen Fällen die geforderten 33 Jahre an „Grundrentenzeit“ nicht erfüllen. Das dürfte für viele Menschen aus dieser großen Gruppe an Beschäftigten zutreffen.

Die Zugangsvoraussetzungen zur Grundrente sind ohnehin relativ streng – derartige Konstellationen schließen noch mehr Menschen vom Genuss dieser Leistung aus. Die ohnehin steigende Altersarmut in Deutschland wird so nicht wirksam bekämpft, sondern weiter verschärft.

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