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Laut dem aktuellen Rentenreport 2021 für Bayern erhalten inzwischen vier von fünf Frauen (81 %) und fast jeder zweite Mann (45 %) mit Renteneintritt im Jahr 2019 eine Netto-Rente unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle von aktuell 1.155 Euro. Das kommt einem rentenpolitischen Offenbarungseid gleich, zumal der Report mit weiteren besorgniserregenden Zahlen aufwartet. Grundsätzliche Reformen sind überfällig! Für betroffene alte Menschen gibt es indes einen „LichtBlick“: Die LichtBlick Seniorenhilfe unterstützt mit großem Engagement Senioren in Not.

Historisch hohe Armutsgefährdung

Der Blick auf die Gesamtsituation der Senioren im Freistaat offenbart eine historisch hohe Armutsgefährdungsquote für Menschen ab 65 Jahren: 22 Prozent sind akut von Armut bedroht – von den Frauen sogar exakt jede Vierte! In den letzten 15 Jahren ist diese Quote kontinuierlich gestiegen, 2005 lag sie noch 4 % niedriger.

Ein weiterer Ausweis der unerträglichen sozialen Situation vieler Rentnerinnen und Rentner in Bayern ist die Zahl von inzwischen 126.096 Menschen, die im Alter und bei Erwerbsminderung Grundsicherung beziehen. Diese Zahl ist in den letzten 15 Jahren um mehr als 43.000 gestiegen.

Altersarmut ist weiblich

Zwei Durchschnittswerte zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern auf: Männliche Neurentner erhielten im Jahr 2019 im Schnitt eine Zahlrente von 1.167 Euro, Frauen hingegen bekamen im Mittel nur 748 Euro. Wichtige Gründe für diese erheblich Differenz sind Gehaltsunterschiede zwischen männlich und weiblich und auch familienbedingt andere Erwerbsverläufe von Frauen, die oftmals eher in Teilzeit arbeiteten oder Erwerbsunterbrechungen aufweisen. Die Arbeit in der Familie wird rententechnisch zu gering bewertet.

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„LichtBlick“ für Senioren in Armut

Die LichtBlick Seniorenhilfe e.V. engagiert sich seit vielen Jahren mit Herz und Leidenschaft für alte Menschen in Armut. Der Verein wurde 2003 gegründet und unterstützt inzwischen mehr als 17.000 bedürftige Rentnerinnen und Rentner, deren Rente trotz jahrzehntelanger Arbeit nicht zu einem würdevollen Leben reicht.

Wir sorgen für die finanziellen Hilfen, damit sich diese Senioren wichtige Anschaffungen leisten können. Kleidung. Ein neues Bett. Ein funktionierender Kühlschrank. Eine Teilhabe am sozialen Leben. Und das wichtigste: Lebensmittel.

Wir helfen „unseren“ Senioren in der Regel ein Leben lang!

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