Margitta T. dachte damals an eine verschleppte Grippe, doch es waren Vorboten eines Hinterwandinfarktes: Mit 49 Jahren wurde sie mit einem Wimpernschlag aus dem Alltag gerissen. Sie kippte bei der Arbeit um, der Notarzt musste sie wiederbeleben. Ein Schrittmacher hält seitdem ihr Herz im Takt, doch ihr Leben geriet aus den Fugen. Nach 27 Berufsjahren, zuletzt als Logistikerin im Luxussegment, war sie plötzlich auf Unterstützung angewiesen.
Weil sie finanziell und körperlich nicht mehr mithalten konnte, verschwanden mit der Zeit Freunde und Kollegen. Die 70-Jährige lebt allein, Gesellschaft leisten ihr ihre beiden Pudel. Sie ist stolz darauf, die dunklen Jahre überlebt zu haben. Gegen die Einsamkeit malt sie Bilder mit Farben aus Ein-Euro-Läden und verschenkt ihre Kunst an soziale Einrichtungen. Sie singt im Chor für Altenheime oder die Bahnhofsmission. Sie möchte damit Freude schenken und andere Menschen glücklich machen. Sie sagt, das tue ihrem Herzen gut.
Andere glücklich zu machen, ist die beste Medizin für mein Herz.
Margitta T.
Andere glücklich zu machen, ist die beste Medizin für mein Herz.